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Weltkrebstag 2018: Vorsorgen und Leben verlängern

Diagnose Krebs: Heilungschancen steigen bei rechtzeitig entdeckter Erkrankung

Krebs - Vorsorge

Krebs ist heute kein Todesurteil mehr. Früh genug erkannt stehen die Heilungschancen für Betroffene gut. Dieser Tatsache folgend sollte jeder Einzelne in seinem eigenen Interesse jährlich die allgemeine Vorsorge sowie die speziellen, kostenlosen Angebote der VGKK zur Krebsvorsorge und Früherkennung nutzen. Damit können Erkrankungen wie Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Darmkrebs sowie Haut- und Prostatakrebs oft rechtzeitig erkannt und erfolgreich behandelt werden.


Fakten und Zahlen weisen den positiven Effekt der Vorsorgeuntersuchungen zweifelsfrei nach. Deutlich sichtbar wird das z. B. bei der in Vorarlberg seit mehr als zehn Jahren durchgeführten Darmkrebsvorsorge. Im Gegensatz zu anderen Erkrankungen kann hier nicht nur geheilt, sondern auch eine Erkrankung von vornherein verhindert werden.


Seit dem Start des Vorarlberger Darmkrebsprogramms 2007 haben bis 2017 30 % der über 50-jährigen (33.693 Personen) eine Koloskopie in Anspruch genommen. In diesem Zeitraum konnte in 556 Fällen ein Darmkrebs vorzeitig entdeckt und in den meisten Fällen durch einen einfachen chirurgischen Eingriff erfolgreich behandelt werden.


Brustkrebsfrüherkennungs-Programm

Jedes Jahr erkranken in Vorarlberg rund 230 Frauen an Brustkrebs. Die Zahl der Neuerkrankungen ist in den letzten 20 Jahren in etwa gleich geblieben. Die Früherkennung und bessere Behandlungsmöglichkeiten haben jedoch dazu geführt, dass die Sterblichkeitsrate deutlich gesenkt werden konnte.


Vor drei Jahren wurde die Brustkrebsvorsorge mit dem Brustkrebsfrüherkennungs-Programm (BKFP) auf neue Beine gestellt. Durch die stattfindende Doppelbefundung und die technische Qualitätssicherung stellt das BKFP eine gravierende Verbesserung zur vorherigen Praxis dar. Für alle 45- bis 69-jährigen Frauen ist der Zugang denkbar einfach: sie erhalten eine schriftliche Einladung und können damit sofort einen Termin bei einem Radiologen vereinbaren. Ziel war und ist es, innerhalb der genannten Gruppe eine Steigerung der Teilnahmezahlen zu erreichen.


"Alle unsere durch Zahlen und Fakten untermauerten Erfahrungen zeigen, dass eine regelmäßige Inanspruchnahme unserer Vorsorgeangebote sinnvoll und in vielen Fällen lebensverlängernd ist“, appelliert VGKK-Obmann Manfred Brunner an die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger, die Vorsorge viel stärker zu nutzen.


Anlässlich des bevorstehenden Volksbegehrens zur Beibehaltung des Rauchverbots weist der VGKK-Obmann zudem darauf hin, dass Lungenkrebs inzwischen die häufigste Krebserkrankung in Österreich ist. „Es ist deshalb nicht nur ein Gebot der Stunde, sondern ein Zeichen absoluter Vernunft, das Rauchverbot ab 1. Mai 2018 in Kraft treten zu lassen“, betont Manfred Brunner.


Der Weltkrebstag steht in diesem Jahr unter dem Motto „We can – I can“ mit dem Ziel, die Bedeutung körperlicher Aktivität und eines gesunden Lebensstil zur Krebsvorbeugung hervorzuheben. „Ein gesunder Lebensstil trägt wesentlich zur Krebsvorbeugung bei . Deshalb ist die Lebensstilberatung durch den Arzt / die Ärztin wichtiger Bestandteil der Vorsorgeuntersuchung“ so Brunner abschließend.


2. Februar 2018