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Bewegung für die Seele

VGKK bietet Programm zur Förderung der psychischen Gesundheit an

Frau wandert in der Natur

Bewegung ist gut für Körper und Geist. Daneben wirkt sich Sport außerdem positiv auf die psychische Gesundheit aus. Die VGKK hat deshalb ein neues Projekt entwickelt für Menschen deren psychisches Befinden leicht bis mittelgradig beeinträchtigt ist und in deren Leben Sport und Bewegung derzeit nicht stattfinden. Diese Menschen erhalten mit dem neuen Projekt eine niederschwellige Möglichkeit zum (Wieder-)Einstieg in Sport und Bewegung.


Das Projekt ist so angelegt, dass Betroffene in einem Erstgespräch mit VGKK Psychologen Mag. Martin Galehr ihre Ausgangssituation sowie ihre individuellen Interessen und persönlichen Ziele besprechen. Diesem Gespräch folgt ein achtwöchiges Bewegungsprogramm in der Gruppe. Dieses Programm umfasst verschiedene Einheiten, die auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Gruppe
abgestimmt sind. Das können sein: Spazieren, schnelles Gehen, Wandern,
Atemübungen etc.


Eingeübt werden außerdem verschiedene Entspannungstechniken wie z. B. Autogenes Training oder Tiefenentspannung. Dazu kommen noch Elemente der Psychoedukation im Rahmen derer die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Informationen über verschiedene psychische Erkrankungen (Symptome, Entstehung, Therapiemöglichkeiten und Kontaktadressen bei Erkrankungen wie Depression, Ängsten, stressbedingte Erkrankungen) erhalten. Damit sollen sie in ihrer Selbsthilfefähigkeit gestärkt werden, um künftig besser mit psychischen Krisen
umgehen zu können.


Begleitend zu diesen Einheiten finden regelmäßige Workshops statt. Neben Vorträgen von Experten zu Themen wie Bewegung, Entspannung oder Achtsamkeit stellen Vorarlberger Vereine ihre Arbeit vor.


Am Ende des Bewegungsprogrammes steht ein Abschlussgespräch mit Mag. Martin Galehr. Dabei werden die nächsten Schritte besprochen, z. B. eine Wiederholung des Programms, die Anmeldung bei einem Sportverein etc.


Evaluierungsgespräch

Drei Monate nach der Absolvierung des Bewegungsprogramms findet ein Rückmeldungsgespräch statt, um zu sehen, inwieweit die Ziele erreicht wurden bzw. welche Unterstützungsmaßnahmen zur Erreichung der persönlichen Bewegungseinheiten noch notwendig sind.


„Laut Weltgesundheitsorganisation nimmt die Zahl der Menschen mit psychischen Problemen zu“, stellt VGKK-Obmann Manfred Brunner fest. „Mit unserem Angebot wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen sich wieder wohler in ihrem Körper fühlen. Das Programm ist allerdings kein Ersatz für eine medikamentöse oder psychotherapeutische Behandlung bei schweren psychischen Erkrankungen. Deshalb ist das Programm, wie schon erwähnt, nur für Menschen geeignet, die an leichten oder mittelschweren Erkrankungen leiden oder sich in einer psychischen Krise befinden.“


Das Projekt wird aus Mitteln des Landesgesundheitsförderungsfonds gefördert. In der Umsetzung setzt die VGKK auf die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten. Die VGKK lädt Betroffene ein, das Angebot in Anspruch zu nehmen und die positiven Effekte des Programms auf die eigene Gesundheit zu nutzen.


Ansprechpartner

Mag. Martin Galehr
Tel. +43 (0)50 84 55-1654
linkbewegung@vgkk.at


12. Jänner 2018