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Jobsharing – Ärzte und Patienten nutzen Vorteile

Neue Arztpraxis-Modelle bringen mehr Flexibilität und Anpassung an moderne Anforderungen – Interesse steigt

Arzt

Flexibilität, überschaubare Verpflichtungen und eine ausgewogene Bilanz zwischen Familien(Frei-)zeit und beruflichem Engagement – das sind die „Zutaten“, die den Beruf der niedergelassenen  Ärztin/des Arztes heute und in Zukunft attraktiv machen. Als soziale Krankenversicherung hat die VGKK ein Interesse daran, die medizinische Versorgung ihrer Versicherten auf lange Sicht zu garantieren. So war es schlüssig, den Anforderungen der Ärztinnen/Ärzte entsprechend neue Vertragsmodelle zum beiderseitigen Vorteil zu schaffen. Seit Oktober 2013 gibt es in Vorarlberg die Möglichkeit, neben der üblichen Einpersonen-Vollzeit-Arztpraxis auch neue Praxismodelle anzubieten.

 

Dass dieser Weg richtig ist, zeigt die kontinuierlich steigende Nachfrage nach den Modellen:

 

Verschiedene Formen des Jobsharing

  • Vorübergehendes Jobsharing (befristet auf vier Jahre, längstens jedoch sechs Jahre)
  • Dauerhaftes Jobsharing (unbefristet)
  • Gemeinsame Bewerbung auf einen Kassenvertrag (unbefristet)


Erweitertes Jobsharing

  • Bei vakanten Stellen und
  • bei vorübergehenden Versorgungsengpässen

kann eine Stelle bis zu 190 Prozent aufgestockt und mit einem zweiten Arzt 

geteilt werden;

 

Praxisgemeinschaften / Gruppenpraxen / Übergabepraxen

  

Derzeit bzw. ab Oktober dieses Jahres sind in Vorarlberger Vertragspraxen insgesamt 26 Ärztinnen/Ärzte mit Jobsharing-Vereinbarungen tätig. Dazu kommt eine Gruppenpraxis für Radiologie mit 1,5 Stellen (Details siehe Factbox unten). „Die Zahlen zeigen uns, dass unser Konzept wirkt“, analysiert VGKK-Obmann Manfred Brunner die Entwicklung. „Um unser hohes, wohnortnahes Versorgungsniveau weiterhin zu halten, sind ganz offensichtlich innovative, für alle Seiten nützliche Lösungsansätze notwendig.“

 

Die Vorteile der Modelle für die Ärztinnen/Ärzte liegen auf der Hand:

  • Familienfreundlich 
  • Attraktive Arbeitszeiten
  • Synergieeffekte (z. B. geringere Kosten für die Infrastruktur in  Arztpraxen)

 

Für die Versicherten bringen die Jobsharing-Vereinbarungen ebenfalls Verbesserungen mit sich:

  • Halten der hohen Ärztedichte
  • Ausweitung der bestehenden Öffnungszeiten
  • möglichst wohnortnahe Versorgung

 

„Wir werden den eingeschlagenen Weg weitergehen und sind überzeugt, gemeinsam mit der Ärztekammer den Ärztebedarf entsprechend den Bedürfnissen unserer Versicherten decken zu können“, ist Manfred Brunner für die Zukunft optimistisch.

 

02.08.2017

  


Ärzte mit Jobsharing-Vereinbarungen

Jobsharing    
Allgemeinmedizin 3 Stellen 6 Ärzte
Hautärzte 2 Stellen 4 Ärzte
Psychiatrie/Neurologie 1 Stelle 2 Ärzte
     
Erweitertes Jobsharing    
Augenheilkunde 1 Stelle 2 Ärzte
Lungenheilkunde 1 Stelle 2 Ärzte
Kinderpsychiatrie 1 Stelle 2 Ärzte



 

Ab 1. Oktober 2017 geplant

Jobsharing    
Allgemeinmedizin 1 Stelle 2 Ärzte
Kinderheilkunde 1 Stelle 2 Ärzte
     
Erweitertes Jobsharing    
Allgemeinmedizin 1 Stelle 2 Ärzte
Augenheilkunde 1 Stelle 2 Ärzte
     
Gruppenpraxis    
Radiologie 1,5 Stellen 2 Ärzte