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Inanspruchnahme von Hebammen

Hebammen betreuen mit ihrem Wissen und Können Frauen ab Beginn der Schwangerschaft bis zur Geburt. Sie helfen nicht nur bei der Entbindung sondern unterstützen Mutter und Kind sowohl vor als auch nach der Geburt.


Jede Frau kann Hebammenleistungen in Anspruch nehmen. Die Inanspruchnahme ist nicht immer kostenlos.

 

Eine Vertragshebamme rechnet direkt mit der Krankenkasse ab und darf für die Kassenleistungen weder ein Privathonorar fordern, noch entgegennehmen.

 

Bei Inanspruchnahme von Wahlhebammen, die keinen Vertrag mit der VGKK haben, müssen die Leistungen zunächst privat bezahlt werden. Die genauen Kosten für die Leistungen erfahren Sie direkt bei Ihrer Wahlhebamme. Bei Vorlage der Honorarnote samt Zahlungsnachweis erhalten Sie eine Kostenerstattung in Höhe von 80 % der für diese Berufsgruppe geltenden Tarife (nicht von dem Betrag, der auf der Honorarnote steht).


Ausnahme ist die MKP-Hebammenberatung: für diese Leistung gebührt die Kostenerstattung zu 100 %


Auskünfte und nähere Informationen zur Kostenerstattung erhalten Sie unter T 050 84 55-1606 . 


Ambulante Geburt:

Unter "ambulant entbinden" versteht man, dass die Wöchnerin und das Kind innerhalb 24 Stunden nach der Geburt aus dem Krankenhaus entlassen werden.

  • Während der Schwangerschaft max. 2 Hausbesuche bzw. Sprechstunde in der Hebammenordination
  • Täglich Hausbesuche (max. 5 Hausbesuche) nach der Geburt vom 1. bis zum 5. Tag
  • Täglich Hausbesuche (max. 6 Hausbesuche) nach Kaiserschnittentbindung, Frühgeburt, Mehrlingsgeburt vom 1. bis zum 6. Tag


Betreuung nach der Entlassung aus der Krankenanstalt:

Werden die Wöchner und das Kind nach der Entbindung aus der Krankenanstalt entlassen, haben diese ab dem darauffolgenden Tag bis einschließlich zum 5. Tag nach der Entbindung Anspruch auf täglich maximal ein Hebammenbeistand.

  • Während der Schwangerschaft keine Betreuung
  • Täglich Hausbesuche (max. 5 Hausbesuche) nach der Geburt vom 1. bis zum 5. Tag
  • Täglich Hausbesuche (max. 6 Hausbesuche) nach Kaiserschnittentbindung, Frühgeburt, Mehrlingsgeburt vom 1. bis zum 6. Tag


Hausgeburt:

  • Während der Schwangerschaft
    • Max. 4 Hausbesuche oder Sprechstunden bis zum Ende der 40. Schwangerschaftswoche
    • Max. 3 weitere Hausbesuche oder Sprechstunden in der 41. und 42. Schwangerschaftswoche
  • Betreuung während der Geburt zu Hause
  • Täglich Hausbesuche (max. 5 Hausbesuche) nach der Geburt vom 1. bis zum 5. Tag
  • Täglich Hausbesuche (max. 6 Hausbesuche) nach Kaiserschnittentbindung, Frühgeburt, Mehrlingsgeburt vom 1. bis zum 6. Tag


Ab dem 6. Tag nach der Geburt (bei ambulanter Geburt, vorzeitige Entlassung oder Hausgeburt):

  • Max. 7 weitere Hausbesuche bzw. Sprechstunden in der Hebammenordination vom 6. Tag bis zur 8. Woche nach der Geburt nur bei besonderen Problemen (z.B. Stillschwierigkeiten, Dammverletzungen, etc.)


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Leistungen, die von der VGKK nicht bezahlt werden:

  • Visiten in der Frühschwangerschaft (Schwangerschaftsbeschwerden, Ernährung, Beratung zur Pränataldiagnostik usw.).
    Ausnahme: Hebammenberatung zwischen der 18. bis 22. Schwangerschaftswoche (für mehr Information siehe Punkt MKP-Hebammenberatung)
  • Geburtsvorbereitung für Frauen/Paare
  • Geburtsbegleitung mit der eigenen Hebamme ins Krankenhaus
  • Rufbereitschaft
  • Stillgruppen (z.B. Babytreff, etc.)
  • Rückbildungsgymnastik
  • Beratung zu verschiedenen Methoden der Naturheilkunde, die vorbeugend eingesetzt werden können
  • Akupunkturbehandlungen
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MKP-Hebammenberatung

Der Mutter-Kind-Pass dient der gesundheitlichen Vorsorge für Schwangere, Babys und Kleinkinder. Er beinhaltet die im Mutter-Kind-Pass-Programm vorgesehenen ärztlichen Untersuchungen während der Schwangerschaft bis zum 5. Lebensjahr des Kindes. Seit 01.11.2013 besteht die Möglichkeit  auch eine einstündige Hebammenberatung zwischen der 18. bis 22. Schwangerschaftswoche, im Rahmen des Mutter-Kind-Passes, in Anspruch zu nehmen. Die Beratung beinhaltet Informationen zum Verlauf einer Schwangerschaft, zur Geburt, zum Wochenbett, zum Stillen, über gesundheitsförderndes Verhalten in diesem Zeitraum und über weitere Unterstützungsmöglichkeiten. Auch Nichtversicherte Schwangeren, mit Wohnsitz in Vorarlberg, können bei Vorlage eines E-Card-Ersatzbeleges die MKP-Hebammenberatung kostenlos in Anspruch nehmen.