Gesetzliche und vertragliche Regelungen mit Land und Krankenhäuser sorgen für eine optimale medizinische Versorgung.


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Landesfondsfinanzierte Krankenanstalten

Wenn und solange es die Krankheit erfordert, wird Pflege in der allgemeinen Gebührenklasse einer landesfondsfinanzierten Krankenanstalt (z.B. Landeskrankenhäuser) oder in einer anderen Vertragskrankenanstalt gewährt.

Handelt es sich um einen anspruchsberechtigten Angehörigen, ist vom Versicherten jedenfalls für die ersten 28 Tage eine Zuzahlung von 10 % der täglichen Pflegegebühren (Pflegekostenzuschuss) zu leisten. Zur Beseitigung von Härten ist bei mehrmaligen Spitalsaufenthalten die Kostenbeteiligung im Laufe eines Kalenderjahres mit maximal 28 Tagen begrenzt.

Wird nicht die nächstgelegene geeignete Krankenanstalt (Vertragskrankenanstalt) in Anspruch genommen, ist anhand einer ärztlichen Zuweisung die vorherige Genehmigung der VGKK einzuholen. Ansonsten können Kosten entstehen, die der Versicherte selbst zu tragen hat (z.B. Ablehnung des Anstaltsaufenthaltes oder Zuzahlungen bei Fahrt- und Transportkosten).

Name Adresse
Landeskrankenhaus Bregenz 6900 Bregenz
Carl-Pedenzstraße 2
Landeskrankenhaus Feldkirch 6800 Feldkirch
 Carinagasse 47
Landeskrankenhaus Feldkirch,
int. Abteilung Maria Rast
6780 Schruns
Landeskrankenhaus Rankweil 6830 Rankweil
Valdunastraße 16
A.OE. Krankenhaus Dornbirn 6850 Dornbirn
Lustenauerstr. 4
 Landeskrankenhaus Hohenems 6845 Hohenems
 Bahnhofstraße 31
Landeskrankenhaus Bludenz 6700 Bludenz
 Spitalgasse 13
Krankenhaus der Stiftung Maria Ebene 6820 Frastanz
 Maria Ebene 17

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Private Krankenanstalten (Sanatorien)

Der § 149 Abs. 3 des ASVG, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 5/2001, sieht vor, dass die Leistungen eines Großteils der privaten, nicht landesfondsfinanzierten Krankenanstalten im stationären und tagesklinischen Bereich von einem Fonds (Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds - kurz: "PRIKRAF") abgerechnet werden. Sowohl die direkte Finanzierung dieser Krankenanstalten als auch die Erbringung von Pflegekostenzuschüssen an die Versicherten erfolgt daher durch den PRIKRAF.

Bei Inanspruchnahme von privaten Krankenanstalten empfiehlt sich daher, bei den Kundenschaltern der VGKK Informationen darüber einzuholen, wie die Finanzierung der Leistungen dieser Einrichtungen im einzelnen abgewickelt wird.  

 

Name Adresse
Sanatorium Dr. Schenk 6780 Schruns
Montafonerstr. 29
Sanatorium Dr. Rhomberg 6764 Lech
Haus-Nr. 181
Sanatorium Dr. Felbermayer 6793 Gaschurn
Haus-Nr. 20a

Ein Verzeichnis aller österreichischen "PRIKRAF"-Krankenanstalten sowie weiterführenden Informationen finden Sie hier.


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Pflegekostenzuschuss bei Anstaltspflege in einer Krankenanstalt

Hat  der/die  Versicherte  (Angehörige)  notwendige  Anstaltspflege  in  einer  Krankenanstalt  (stationär  oder  tagesklinisch) in Anspruch genommen, die nicht über Landesfonds finanziert wird und mit der keine vertragliche Regelung besteht, erbringt die Kasse einen Pflegekostenzuschuss in Höhe eines jährlich neu festgesetzten Pauschalbetrages pro  Tag  der  Anstaltspflege,  jedoch  nicht  mehr  als  die  tatsächlichen  Kosten.

Dies gilt entsprechend auch für die Anstaltspflege in einer ausländischen Krankenanstalt.


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Ambulanzkostenzuschuss bei Krankenbehandlung in einer Krankenanstalt

Hat der/die Versicherte (Angehörige) Krankenbehandlung ambulant in einer Krankenanstalt in Anspruch genommen,

  1. die nicht über Landesfonds finanziert wird und
  2. mit der keine diesbezügliche vertragliche Regelung besteht,

so  erbringt  die  Kasse  einen  Ambulanzkostenzuschuss,  sofern  hinsichtlich  dieser  Leistung  auch  mit  einer  anderen  vergleichbaren  Krankenanstalt  keine  geltende  vertragliche  Regelung  besteht.  Dieser  Zuschuss  beträgt  80 %  der jeweils geltenden Ambulanztarife mit der nächstgelegenen geeigneten öffentlichen Krankenanstalt.

Dies gilt entsprechend auch für die ambulante Behandlung in einer ausländischen Krankenanstalt.