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Gesundheit ist männlich

Kind küsst Vater

Speziell im November steht die Männergesundheit im Mittelpunkt der Gesundheitsvorsorge. Durch die Idee der Schnurrbart-Tradition, die sich 2003 von Australien ausgehend international etabliert hat, hat der so genannte „Movember“ inzwischen Kultstatus erreicht. Themen wie Prostatakrebs, Hodenkrebs, psychische Gesundheit und Vorsorgemaßnahmen rücken in den Mittelpunkt. Die Gesundheitsvorsorge sollte auch für jeden Mann ein Pflichtprogramm sein, denn sie kann unter Umständen Leben retten.


Die Zahlen der VGKK im Zusammenhang mit Vorsorgeuntersuchungen zeigen, dass der männliche Teil der Bevölkerung Aufholbedarf hat. 2018 haben 17.863 Vorarlberger eine Basisvorsorgeuntersuchung inkl. Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen in Anspruch genommen. Hochgerechnet auf alle männlichen VGKK-Versicherten sind das nur rund 15 %, die den Stellenwert einer rechtzeitigen Vorsorge erkannt haben.


Das ist ein Wert mit ziemlich viel Luft nach oben“, stellt VGKK-Obmann Manfred Brunner fest. „In den letzten Jahren haben wir als Krankenversicherung einen Schwerpunkt unserer Arbeit auf Prävention und Vorsorge gerichtet. Die Zahlen zeigen uns, dass wir noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten müssen. Es kann und soll schließlich nicht so sein, dass das Auto beim jährlichen Service mehr Aufmerksamkeit erfährt als die eigene Gesundheit.“


Ziel der Vorsorgeuntersuchungen ist die Früherkennung von weit verbreiteten Erkrankungen wie Krebs, Diabetes sowie Herz- und Kreislaufleiden. Für alle Über-Fünfzigjährigen zählt auch die ambulante Koloskopie zum kostenlosen Vorsorgeuntersuchungsprogramm. Die Inanspruchnahme ist einfach: Der Ärztin / dem Arzt ist beim vereinbarten Termin nur die ecard – im Falle nicht krankenversicherter Personen ein Ersatzbeleg, den die Krankenkasse ausstellt – vorzulegen.


Es zeigt sich bei vielen Krankheitsbildern: Vorsorge und Früherkennung erhöhen die Heilungschancen deutlich oder tragen sogar dazu bei, erst gar nicht zu erkranken“, erläutert Manfred Brunner. „Die Darmkrebsfrüherkennung ist dafür das beste Beispiel. Seit Einführung des Programms im Jahr 2007 konnten viele Krebserkrankungen durch die Entfernung eines Darmpolyps verhindert oder eine bereits vorhandene Tumorerkrankung rechtzeitig behandelt werden. In einem Vor- oder Frühstadium erkannt, besteht bei Darmkrebs eine nahezu 100-prozentige Heilungschance.“


Die VGKK lädt alle Versicherten ein, die kostenlosen Vorsorgeprogramme im eigenen Interesse auch in Anspruch zu nehmen.


31.10.2019