DRUCKEN

Satte Zuwächse bei Prävention und Gesundheitsvorsorge

Investitionen der VGKK in Gesundheitsförderung seit 2015 um 35 % gestiegen

Zuwachs Gesundheitsförderung

Die Gesundheitsförderung rückt seit einigen Jahren immer stärker in den Fokus der Sozialversicherung. Das schlägt sich deutlich in den Zahlen nieder, wie die Auswertungen der VGKK zeigen.

 

So sind die Versicherungsleistungen für Spitalsaufenthalte, Medikamente, ärztliche Hilfe, Rehabilitation etc. insgesamt zwischen 2015 und 2018 um rund 75 Millionen € (plus 13,5 %) angestiegen. Im gleichen Zeitraum verzeichnete die VGKK ein Plus von 35 % bei den Ausgaben für Gesundheitsvorsorge und Prävention.

 

Das heißt, dass die Investitionen in Gesundheitsförderung 2½-mal stärker gestiegen sind, als die Aufwendungen für Krankenbehandlungen.


 

Verstärkt wird die klassische Gesundheitsförderung durch verschiedene speziell auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnittene Projekte. Das sind zum Beispiel:

  • „Gesund aufwachsen in Vorarlberg“ – ein Gesundheitsförderungsprojekt in Kindergärten und Volksschulen
  • „Frühe Hilfen“ – ein Programm zur vorbeugenden und begleitenden Unterstützung von Eltern während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren der Kinder
  • Bewegung für die Seele – ein Projekt zur Förderung der psychischen Gesundheit

 

In diese Angebote investierte die VGKK zwischen 2015 und 2018 rund 5 Millionen €.


Für die Sekundärprävention, darunter sind zum Beispiel die Vorsorgeuntersuchungen zu verstehen, stiegen die Ausgaben der VGKK zwischen 2015 und 2018 um 13 % von 5,4 Millionen € auf 6,1 Millionen €. Enthalten sind darin die allgemeine Vorsorgeuntersuchung, die gynäkologische Untersuchung, das Brustkrebsfrüherkennungsprogramm sowie die Darmkrebs- und Prostatakrebsvorsorge.

 

Ein sattes Plus zeigt sich auch im dritten Bereich der Gesundheitsförderung – der Tertiärprävention, bei Reha-Leistungen, Maßnahmen zur Gesundheitsfestigung wie zum Beispiel „Therapie Aktiv“ für Diabetes-Erkrankte und Leistungen für pflegebedürftige Menschen. Dafür wurden 2018 rund 16,4 Millionen € ausgegeben. Das sind um rund 3,1 Millionen € oder rund 22 % mehr als noch 2015.

 

„Die Zahlen zeigen die hohe Wertigkeit, die wir der Prävention und Gesundheitsvorsorge beimessen“, analysiert VGKK-Obmann Manfred Brunner die Zahlen. „Wenn wir nicht nur die Anzahl der Lebensjahre sondern die Anzahl der gesunden Lebensjahre erhöhen wollen, was unser Ziel ist, dann müssen wir finanzielle Mittel für den Bereich der Gesundheitsförderung freispielen. Diesen Weg wollen und werden wir auch künftig weiter gehen.“

 

Dornbirn, 23.08.2019