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Vorschreibungen für 7100 geringfügig Beschäftigte

Unerwartete Beitragsnachzahlungen können finanzielle Probleme schaffen

Muenzen

In Vorarlberg waren im Vorjahr rund 16.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geringfügig beschäftigt. An rund 7100 von ihnen hat die VGKK heuer Beitragsvorschreibungen für das Jahr 2015 verschickt. Betroffen davon sind alle jene, die durch mehrere Beschäftigungsverhältnisse die Geringfügigkeitsgrenze von
monatlich 405,98 (Wert 2015) überschritten haben.


Grundsätzlich bezahlen geringfügig Beschäftigte keine Kranken- und keine Pensionsversicherungsbeiträge. Anders sieht das aus, wenn eine Person mehrere geringfügige Beschäftigungsverhältnisse hat und damit in Summe die Geringfügigkeitsgrenze überschreitet. Dann sind Beiträge zur Kranken- und Pensionsversicherung zu leisten. Im Gegenzug erwirbt der/die Versicherte den vollen Anspruch auf die Leistungen der Krankenversicherung, z. B. Krankengeld, Wochengeld, ärztliche Hilfe und Heilmittel, und außerdem Beitragszeiten für die Pensionsversicherung.


Beitragsnachzahlungen können aber auch anfallen, wenn jemand eine vollversicherungspflichtige Anstellung hat und daneben zusätzlich eine geringfügige Beschäftigung ausübt. Ein Beispiel: Jemand hat einen Bürojob und arbeitet nebenbei geringfügig als Kellner(in).


Für den Kellnerjob sind dann ebenfalls Kranken- und Pensionsversicherungsbeiträge zu entrichten. Auch in diesem Fall besteht der Anspruch auf die vollen Leistungen der Krankenversicherung. Das geringfügige Einkommen wird zudem für die einmal zu beziehende Pension berücksichtigt.


Obwohl die VGKK alle geringfügig Beschäftigten bei Aufnahme der geringfügigen Beschäftigung schriftlich informiert, kommt es immer wieder vor, dass die Beitragsvorschreibungen die Versicherten unverhofft treffen. Durch das mangelnde Wissen um die bestehenden Regelungen entstehen in manchen Fällen größere
finanzielle Probleme. Um das zu vermeiden, empfiehlt die VGKK geringfügig Beschäftigen dringend, sich vorab zu informieren und entsprechend vorzusorgen. Es besteht außerdem die Möglichkeit, die Beiträge monatlich im Voraus zu bezahlen.


18. November 2016