Wer Sport in freier Natur liebt, egal ob im Sommer oder Winter, sollte eine Rettungskostenversicherung haben, um ein böses Erwachen nach dem Ernstfall zu vermeiden. Günstige Mitgliedschaften samt Kombi- und Rückholversicherungen werden von verschiedensten Vereinen angeboten.


 Tausende Sportbegeisterte erleben jedes Jahr das Schneevergnügen auf den Pistenhängen der österreichischen Gebirgswelt.

 

Schifahren bzw. Carven, Snowboarden, Freestyling - alles Ausdrücke für glitzernden Schnee, Sonne, hohe Berge und enorm viel Spaß. Viele überschätzen ihr Können und damit auch das Risiko einer Verletzung.

Um generell einem erhöhten Unfallrisiko vorzubeugen, sollte jeder Alpinsportler eine richtige "Sicherheitsausrüstung" verwenden, kontrolliert fahren und sich in einem Schitraining auf den Wintersport vorbereiten.

Charakteristisch für den Alpin-Schilauf und mit 40 % aller Unfälle in Österreich an der Spitze stehend, sind Knieverletzungen.

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Wer übernimmt Bergungs- bzw. Transportkosten?

Sport und Freizeit können unter Umständen zu einem teuren Spaß werden.
Vor allem, wenn durch einen Unfall eine aufwendige Rettungsaktion notwendig ist. Wie teuer, das hängt davon ab, wie schwer die Verletzung ist und wer als Retter ausrückt.

Bergungskosten sowie die Kosten der Beförderung vom Berg ins Tal werden bei Unfällen in Ausübung von Sport und Touristik nach dem ASVG nicht als Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungsträger anerkannt .

Daher wird von der Vorarlberger Gebietskrankenkasse eine Kostenübernahme bzw. Bezuschussung abgelehnt .
Egal ob Hubschrauber, Rettungsauto oder Akja, der Verletzte hat selbst für die Kosten aufzukommen.

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Beispiele Kostenübernahme

Beispiel 1: unkomplizierter Knöchelbruch:

  • Bergrettung mit Akja ins Tal
  • Weitertransport ins Krankenhaus mit der Rettung


Die Sozialversicherung bezahlt nur die Rettungsfahrt vom Tal zum nächst gelegenen Krankenhaus!

Beispiel 2: Wirbel- oder offene Oberschenkelfraktur in unwegsamen Gelände:

Eine rasche Entscheidung über einen Hubschraubereinsatz muss getroffen werden. In den seltensten Fällen ist sofort ein Arzt an der Unfallstelle, meist sind es Bedienstete des Liftpersonals, die Bergrettung oder vorbeikommende Touristen, die rasch über eine Bergung mit dem Helikopter entscheiden müssen.

Ist die Notwendigkeit eines solchen Einsatzes medizinisch begründet , übernimmt die Krankenversicherung die Kosten des Flugtransportes vom Helikopter-Stützpunkt zum Einsatzort und zurück ins nächstgelegene Krankenhaus, wenn erforderlich auch weiter in eine andere Klinik.

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Übernahme der Kosten eines Hubschraubertransportes

Wenn der Einsatz medizinisch begründet ist, übernimmt die Vorarlberger Gebietskrankenkasse die Kosten des Hubschraubertransportes. Stellt sich allerdings heraus, dass der Krankentransport auch mit der Rettung möglich gewesen wäre, lehnt die Kasse die Kostenübernahme ab.

Achtung: Keine Kostenübernahme bei Unfällen in Ausübung von Sport und Touristik.

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Medizinisches Gutachten

Nach dem Transport mit dem Hubschrauber erhält die Vorarlberger Gebietskrankenkasse von jener Krankenanstalt, in der das Unfallopfer versorgt und behandelt wurde, ein medizinisches Gutachten über den Patienten.

Der Chefarzt der Kasse hat anhand dieses Gutachtens den Verletzungsgrad des Unfallopfers mit Hilfe einer internationalen Einsatzbewertungsskala (NACA) von 0 (unverletzt) bis 7 (tot) zu beurteilen.
Diese Beurteilung entscheidet über die Übernahme der Flugtransportkosten durch die Vorarlberger Gebietskrankenkasse

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Wie wird abgerechnet?

Mit dem Christophorus Flugrettungsverein besteht eine Verrechnungsvereinbarung in Form einer Pauschale .

Bei allen anderen Hubschrauberdiensten erfolgt eine Verrechnung im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen der Krankenversicherung. Das heißt, wenn die Flugkosten höher sind als die Sozialversicherung rückerstattet, hat der Patient mit Kosten zu rechnen

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Tipp: Unbedingt zusätzlich versichern

Mehrere Institutionen bieten über Mitgliedschaften sehr preisgünstige Bergekosten-Versicherungen:

  • Alpenverein, Naturfreunde
  • Bergrettung und ÖSV
  • Kreditkarte (einige haben diese Versicherung im Paket
  • Christophorus-Flugrettung des ÖAMTC