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Anspruchsdauer und Höhe des Krankengeldes

 Geldscheine Das Krankengeld wird grundsätzlich bis zu einer Dauer von 26 Wochen gewährt. Diese Anspruchsdauer erhöht sich auf 52 Wochen, wenn der Versicherte innerhalb der letzten 12 Monate vor Eintritt des Versicherungsfalles 6 Monate versichert war. 

Über die Dauer von 26 Wochen hinaus wird das Krankengeld längstens bis zur Zustellung eines Bescheides über die Zuerkennung einer Pension (eines Vorschusses auf eine Pension) aus eigener Pensionsversicherung erbracht; fällt eine Pension aus den Versicherungsfällen der geminderten Arbeitsfähigkeit erst nach der Bescheidzustellung an, weil der Versicherte die Tätigkeit, auf Grund welcher er als invalid (berufsunfähig, dienstunfähig) gilt, nicht aufgegeben hat, wird das Krankengeld bis zu dem Tag geleistet, an dem die Pension angefallen ist.

Das Krankengeld beträgt ab dem 4. Tag der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit 50 % der Bemessungsgrundlage (durchschnittliches beitragspflichtiges Entgelt). Ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit gebührt das Krankengeld in Höhe von 60 % bis max. 75 % der Bemessungsgrundlage (je nach Anzahl der anspruchsberechtigten Angehörigen). Dies gilt auch für mehrfach geringfügig Beschäftigte, wenn deren monatliches Gesamteinkommen aus diesen Dienstverhältnissen die Geringfügigkeitsgrenze von derzeit EUR 415,72 im Monat übersteigt oder wenn sie neben einer bestehenden Vollversicherung eine oder mehrere geringfügige Beschäftigungen ausüben.

Geringfügig Beschäftigten mit einem monatlichen Gesamteinkommen unter der Geringfügigkeitsgrenze von derzeit EUR 415,72, die eine Selbstversicherung gemäß § 19a ASVG abgeschlossen haben, gebührt ein tägliches Krankengeld von EUR 4,98 (fixer Krankengeldsatz).

Eine Erhöhung des Krankengeldes ab dem 43. Tag ist für diesen Personenkreis nicht vorgesehen.

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Auszahlung des Krankengeldes

Die Auszahlung des Krankengeldes erfolgt auf Antrag. Die Auszahlung des Krankengeldes erfolgt grundsätzlich unbar mit Banküberweisung und zwar vierwöchentlich im Nachhinein ab Krankengeldbeginn.

Für Details verweisen wir auf die Krankenordnung und die Satzung der Vorarlberger Gebietskrankenkasse.

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Ruhen des Krankengeldes

Der Anspruch auf Krankengeld ruht,

  • solange die Arbeitsunfähigkeit dem Versicherungsträger nicht gemeldet ist;
  • solange der Versicherte aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen Anspruch auf Weiterleistung von mehr als 50 % der vollen Geld- und Sachbezüge vor dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit hat; besteht ein Anspruch auf Weiterleistung von genau 50 % dieser Bezüge, ruht das Krankengeld zur Hälfte.
  • solange dem Versicherten vom Dienstgeber eine Urlaubsentschädigung bzw. Urlaubsabfindung oder eine Kündigungsentschädigung gewährt wird;
  • solange dem Versicherten ein Übergangsgeld (von einem Pensions- oder Unfallversicherungsträger) gewährt wird;
  • solange der Versicherte Zivildienst im Sinne des Zivildienstgesetzes leistet;
  • solange der Versicherte den Präsenzdienst im Sinne des Wehrgesetzes leistet

oder als Zeitsoldat in der Krankenversicherung teilversichert ist.

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Lohnsteuerpflicht

Nach den Vorschriften des Einkommenssteuergesetzes ist das Krankengeld lohnsteuerpflichtig. Das tägliche Krankengeld ist bis zu einem Betrag von € 30,-- steuerfrei. Darüber liegende Beträge sind mit 25 % zu versteuern. Auf der Auszahlungsbestätigung der VGKK wird der als Lohnsteuer einbehaltene Betrag deutlich erkennbar ausgewiesen. Ab einer bestimmten Krankengeldhöhe kann es zu einer Lohnsteuernachzahlung kommen.


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AU-Meldungen aus Staaten mit bilateralem Abkommen

 

Bilaterale Abkommen wurden mit der Türkei, Serbien, Bosnien und  Mazedonien geschlossen.

Sollten Sie Krankmeldungen aus diesen Ländern erhalten, benötigen Sie auch das jeweils ausgefüllte Formular damit die Krankmeldung  anerkannt werden kann.

 

Für  Serbien:                     SRB/A7 -Formular

Für die Türkei:                   TR/A7 - Formular

Für Bosnien:                      BHI/A7 - Formular

Für Mazedonien:               MK/A7 – Formular

 

Ärztliche Krankmeldungen  müssen vom ausländischen KV-Träger im obigen angeführten Formblatt bestätigt werden. Beide Unterlagen sind gemeinsam der Kasse zu übermitteln.