DRUCKEN

Pflichtversicherung


up

Allgemeines

Die gesetzliche Sozialversicherung ist in drei Zweige gegliedert: 

  • Krankenversicherung
  • Unfallversicherung
  • Pensionsversicherung 

Für die einzelnen Versicherungszweige sind oft unterschiedliche Versicherungsträger zuständig.

Sie können sich den Versicherungsträger nicht selbst aussuchen. In Österreich gilt das Prinzip der Pflichtversicherung. Das bedeutet: Das Gesetz schließt Personen zu einer Versichertengemeinschaft zusammen und ordnet sie einem bestimmten Sozialversicherungsträger zu. Dies geschieht unabhängig

  • von Ihrem Willen,
  • der Anmeldung zur Versicherung und
  • der Beitragsleistung.


Versichertengemeinschaften sind zum Beispiel Arbeitnehmer/innen, Bäuerinnen und Bauern, Beamtinnen und Beamte, selbstständig Erwerbstätige.


Die jeweiligen Versichertengruppen sind entweder voll- oder teilversichert.
Vollversicherung:
Pflichtversicherung in der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung.
Teilversicherung:
Pflichtversicherung in einer oder zwei Sparten der Sozialversicherung.


up

Versichertenkreis

  • Die Gebietskrankenkassen führen die Krankenversicherung unter anderem für folgende Personengruppen durch:
  • Dienstnehmer/innen (Arbeiter/innen, Angestellte)
  • Personen mit freien Dienstverträgen („Freie Dienstnehmer“)
  • Personen in einem Lehr- oder Ausbildungsverhältnis (z. B. Lehrlinge)
  • Heimarbeiter/innen
  • Pensionistinnen und Pensionisten
  • Arbeitslose


up

In welchen Fällen ist die VGKK für Sie zuständig?

Für Dienstnehmer/innen, "freie Dienstnehmer", Lehrlinge und Heimarbeiter/innen gilt:
Sie müssen Ihre Beschäftigung überwiegend in Vorarlberg ausüben.

Für Pensionistinnen bzw. Pensionisten und Arbeitslose gilt: Ihr Wohnsitz muss in Vorarlberg liegen.


up

Wann beginnt die Pflichtversicherung?

Die Pflichtversicherung beginnt

  • bei Dienstnehmerinnen bzw. Dienstnehmern (Arbeiterinnen und Arbeitern, Angestellten)
  • bei Personen mit freien Dienstverträgen
  • bei in einem Lehr- oder Ausbildungsverhältnis stehenden Personen
  • bei Heimarbeiterinnen bzw. Heimarbeitern

mit Beginn der Beschäftigung bzw. des Lehr- oder Ausbildungsverhältnisses.

Die Krankenversicherung der Pensionistinnen und Pensionisten beginnt

  • mit dem Anfall der Pension.


Wird ein Pensionsantrag gestellt und ist das Pensionsfeststellungsverfahren noch laufend:
Ist die Zuerkennung der Pension wahrscheinlich, stellt Ihnen der Pensionsversicherungsträger eine Bescheinigung über die vorläufige Krankenversicherung aus. Sie beginnt dann

  • mit dem Tag des voraussichtlichen Pensionsanfalles.

up

Wann endet die Pflichtversicherung?

Die Pflichtversicherung endet

  • bei Dienstnehmerinnen bzw. Dienstnehmern
  • bei in einem Lehr- oder Ausbildungsverhältnis stehenden Personen
  • bei Heimarbeiterinnen bzw. Heimarbeitern
  • bei Personen mit freien Dienstverträgen

mit dem Ende des Beschäftigungs-, Lehr- oder Ausbildungsverhältnisses. Fällt das Ende des Beschäftigungsverhältnisses nicht mit dem Ende des Entgeltanspruches zusammen (z. B. bei Anspruch auf Urlaubsersatzleistung), so gilt: Die Pflichtversicherung endet mit dem Ende des Entgeltanspruches.

Die Krankenversicherung der Pensionistinnen und Pensionisten endet mit Ablauf des Kalendermonates, für den letztmalig eine Pension im Inland ausbezahlt wird. Bei einer vorläufigen Krankenversicherung spätestens mit der Zustellung des abweisenden Pensionsbescheides.


up

Wer meldet Sie zur Versicherung an?

  • Ihr/e Dienstgeber/in muss Sie zur Pflichtversicherung anmelden.
  • Die Meldungen müssen vor Arbeitsantritt erstattet werden.
  • Die Abmeldung muss innerhalb von sieben Tagen nach dem Ende der Pflichtversicherung erfolgen.
  • Die An- sowie die Abmeldung durch die/den Dienstgeber/in wirkt auch für den Bereich der Unfall-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung. Voraussetzung ist, dass auch in diesen Versicherungszweigen eine Pflichtversicherung besteht.
  • Eine Abschrift der bestätigten Meldung ist von der/dem Dienstgeber/in unverzüglich an die/den Dienstnehmer/in weiterzugeben. Sollte Ihr/e Dienstgeber/in dieser Verpflichtung trotz Aufforderung nicht nachkommen, wenden Sie sich bitte an die Hauptstelle bzw. die Servicestellen der VGKK.