DRUCKEN

Krankenstand im Urlaub

Im Urlaub krank zu werden, ist unangenehm. Trotzdem kann es passieren. Was ist im Falle des Falles arbeitsrechtlich zu beachten.

Krankheit.jpg

Wenn man während des Urlaubs erkrankt, werden die Tage der Erkrankung nicht als Urlaub gerechnet. Das gilt aber nur, wenn die Arbeitsunfähigkeit mehr als 3 Tage dauert - Samstage und Sonntage werden dabei mitgerechnet.

 

Ein Urlaub der auf Grund einer Krankheit mehrere Tage unterbrochen wird, wird nicht automatisch um diese Tage verlängert. Sobald der vereinbarte Urlaub zu Ende und der Betroffene wieder gesund ist, muss die Arbeit aufgenommen werden. Die Tage des Krankenstandes werden nicht vom Urlaub abgezogen.

 

Wer im Urlaub erkrankt muss den Dienstgeber sofort darüber informieren.

Zu beachten ist, wer verreist und dabei erkrankt, muss sich sofort vom Arzt eine Krankmeldung – also noch am Urlaubsort – ausstellen lassen.

Krankmeldungen aus dem EU/EWR Raum oder der Schweiz sind ohne Verzug der Vorarlberger Gebietskrankenkasse zu übermitteln.

  

In anderen Ländern mit zwischenstaatlichen Abkommen (Türkei, Montenegro) ist die Krankmeldung der dort zuständigen, gesetzlichen Krankenversicherung vorzulegen, diese wird dort geprüft und an die VGKK weitergeleitet. Erst wenn diese Krankmeldung an die Vorarlberger Gebietskrankenkasse übermittelt wurde, kann der Krankenstand akzeptiert werden.

 

Für die Mitteilung der Krankheit an den Dienstgeber ist keine bestimmte Form vorgesehen. Die Mitteilung kann daher schriftlich, mündlich oder telefonisch erfolgen.

Aus Gründen der Beweissicherheit ist eine schriftliche Mitteilung zu empfehlen.

 

Nach dem Wiederantritt der Arbeit muss dem Dienstgeber eine ärztliche Bestätigung über Beginn, Dauer und Ursache (allgemeine Krankheit/Unfall) der Arbeitsunfähigkeit vorgelegt werden.


Dornbirn, 16. Juli 2015