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Entgelt - beitragspflichtig


Zum Entgelt im sozialversicherungsrechtlichen Sinn zählen die Geld- und Sachbezüge (brutto)

  • auf die der pflichtversicherte Dienstnehmer oder Lehrling aus dem Dienst- bzw. Lehrverhältnis Anspruch hat oder
  • die er darüber hinaus auf Grund des Dienst- bzw. Lehrverhältnisses vom Dienstgeber oder einem Dritten erhält.


Unter Entgelt von Dritten sind u. a. Trinkgelder, Trinkgeldpauschalen, Provisionen u. ä. zu verstehen. Sonderzahlungen gelten ebenfalls als Entgelt.

Näheres über Sonderzahlungen und Sachbezüge finden Sie über die Links in der rechten Navigationsleiste.

Anspruchslohnprinzip: Die Untergrenze der Beitragsgrundlage stellt der durch Kollektivverträge, Arbeitsverträge etc. geregelte zivilrechtliche Entgeltanspruch dar. Dabei kommt es nicht darauf an, ob das Entgelt in diesem Ausmaß auch tatsächlich ausbezahlt wurde. Es genügt, dass ein Anspruch in bestimmter Höhe besteht. Auch wenn der Arbeitnehmer tatsächlich weniger erhalten hat, sind die Beiträge zumindest von der Anspruchshöhe zu berechnen und abzuliefern.

Zuflussprinzip: Als Entgelt im sozialversicherungsrechtlichen Sinn gelten auch Geld- und Sachbezüge, die der Dienstnehmer, freie Dienstnehmer und Lehrling über seinen zivilrechtlichen Anspruch hinaus auf Grund des Dienstverhältnisses oder von einem Dritten erhält. Deshalb zählen auch freiwillige Leistungen zum Entgelt. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Bezüge vom Dienstgeber gewährt werden oder von einem Dritten zufließen. Maßgeblich ist lediglich, dass diese auf Grund des Dienstverhältnisses, also in kausalem Zusammenhang mit der Beschäftigung, erwirtschaftet werden.