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Inkontinenzversorgung - Allgemeines

Die Vorarlberger Gebietskrankenkasse kauft Artikel zur Inkontinenzversorgung selbst an und übernimmt die Direktversorgung der Versicherten.

Grundsätzlich ist für Inkontinenzprodukte ein gesetzlicher Selbstbehalt in der Höhe von 10 % zu entrichten. Dieser Selbstbehalt wird von der VGKK quartalsweise im Nachhinein berechnet und vorgeschrieben.

Von der Entrichtung dieses Selbstbehaltes befreit sind:

  • Versicherte, die das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,
  • Versicherte, die aufgrund ihrer Behinderung Anspruch auf erhöhte Familienbeihilfe haben,
  • Versicherte, die aufgrund besonderer sozialer Schutzbedürftigkeit von der Rezeptgebühr befreit sind. Tritt hingegen die Rezeptgebührenbefreiung wegen Überschreitung der Rezeptgebührenobergrenze (REGO) ein, so ist die Kostenbeteiligung für Heilbehelfe und Hilfsmittel dennoch zu entrichten.

Vorteile dieses Systems für die Versicherten:

  • geringere Selbstbehalte, da diese vom Produktpreis berechnet werden. Je günstiger die VGKK einkaufen kann, desto geringer fällt die Kostenbeteiligung für die Versicherten aus. Somit wirkt sich die Einkaufspolitik der VGKK auch direkt auf die Geldbörse der Versicherten aus.
  • Folgebestellungen können von zu Hause aus telefonisch, per Fax oder per Mail direkt bei der Ausgabestelle in Dornbirn vorgenommen werden. In dringenden Fällen können Artikel persönlich in Dornbirn abgeholt werden.
  • Die Zustellung der Produkte erfolgt an die Adresse der Versicherten und wird von der VGKK organisiert. Ältere oder gebrechliche Personen müssen sich somit nicht selbst auf den Weg machen, um diese Produkte zu besorgen. Zudem besteht oft keine Möglichkeit, die sperrigen Kartons selbst zu transportieren. Die anfallenden Kosten der Zustellung werden zur Gänze von der VGKK übernommen.

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Versorgungsablauf

Voraussetzungen, unter denen die Vorarlberger Gebietskrankenkasse Inkontinenzprodukte zur Verfügung stellt:

  1. Es muss eine Krankheit im sozialversicherungsrechtlichen Sinn vorliegen, also ein regelwidriger Körper- oder Geisteszustand, der eine Krankenbehandlung notwendig macht
  2. Von einem Arzt muss eine Bestätigung über die medizinische Notwendigkeit sowie die genaue Bezeichnung der benötigten Artikel ausgestellt werden. Üblicherweise erfolgt dies durch die Ausstellung einer ärztlichen Verordnung, die 1 Jahr gültig ist. Damit Produktverwechslungen ausgeschlossen werden können, sollte nach Möglichkeit die Artikelnummer der Kasse angeführt werden. Diplomierte Schwestern der Hauskrankenpflege sind ebenfalls berechtigt, Inkontinenzprodukte für einen Patienten bei der VGKK anzufordern.
  3. Verordnungsscheine können bei der Ausgabestelle der VGKK in Dornbirn oder bei jeder Servicestelle eingereicht werden.
  4. Die Produkte werden von der VGKK in der Regel innerhalb von 10 Tagen zugestellt oder können in dringenden Fällen auch persönlich bei der Ausgabestelle in Dornbirn abgeholt werden. 
  5. Folgebestellungen können persönlich, telefonisch, per Fax oder per Mail direkt bei der Ausgabestelle in Dornbirn vorgenommen werden. 
  6. Notwendig werdende Umstellungen bei Inkontinenzartikeln können der behandelnde Arzt oder die diplomierte Hauskrankenpflege-Schwester veranlassen.  

Für Information und Beratung im administrativen Ablauf stehen Ihnen die MitarbeiterInnen der VGKK-Ausgabestelle zur Verfügung. Für medizinische Fragen wenden Sie sich bitte an eine der ärztlichen VGKK-Dienststellen.

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Inkontinenzversorgung - Heime

Die Inkontinenzartikel-Versorgung von Anspruchsberechtigten, die in Alters- oder Pflegeheimen untergebracht sind, erfolgt direkt über das jeweilige Heim.