DRUCKEN

Häufig gestellte Fragen


up

Bezahlt die VGKK die 'Spritze' (Anästhesie)?

Spritze mit Gebiss Die Anästhesie ist bei allen chirurgischen Eingriffen - wie z. B. Zahnextraktionen und operativen Zahnentfernungen, aber auch bei Wurzelbehandlungen - Kassenleistung und wird mit dem jeweiligen Kassentarif für diese Leistungen bezahlt. Bei Füllungen ("Plomben") wird die Anästhesie nur in Ausnahmefällen (z. B. bei Kindern, oder wenn sie laut Arzt unbedingt notwendig ist) bezahlt.

up

Welche Füllungsmaterialien bezahlt die VGKK?


Füllungen aus weißem Kunststoff (Composite)
Diese Füllungen bezahlt die VGKK an Front- und Eckzähnen (Zähne 1 - 3). Darüber hinaus auch an den Seitenzähnen 4 und 5, soweit es sich um sichtbare Füllungen am Zahnhals handelt. Im Übrigen wird für weiße Kunststofffüllungen der Amalgam-Tarif ersetzt. 

Füllungen aus Silberamalgam
Die Qualität dieses Materials entspricht beinahe derjenigen hochwertiger Edelmetall-Legierungen. Nur diese so genannten Non-Gamma-2-Amalgame, mit besonders hoher mechanischer und chemischer Stabilität, sind in Österreich zugelassen und sind Kassenleistungen.

up

Was erstattet die VGKK bei der Inanspruchnahme von WahlzahnärztInnen?

Bei der Inanspruchnahme von ZahnärztInnen ohne Vertragsverhältnis mit der Kasse erstattet die VGKK die Kosten nur bis zur Höhe von 80 % des Kassentarifes bzw. 80 % des Kassenanteiles bei prothetischer Zahnbehandlung. Bei kieferorthopädischen Behandlungen leistet die VGKK einen Zuschuss in Höhe von 70 % des Kassentarifes. Auf die Honorarhöhe hat die Vorarlberger Gebietskrankenkasse keinerlei Einfluss!

Zur Kostenerstattung sind die Vorlage der Originalhonorarnote und der Originalzahlungsbestätigung (bei Internetbanking Durchführungs- bzw. Auftragsbestätigung) erforderlich. Auf der Honorarnote müssen die Versicherungsnummer, die Art und der Umfang der erbrachten Leistungen (insbesondere die Zahnnummern der behandelten Zähne) sowie das Behandlungsdatum ersichtlich sein.


up

Welche Zahnärztinnen sind Teilnehmer am Abrechungsübereinkommen (Direktverrechnung mit der VGKK)?

(Vorarlberger Abrechnungsübereinkommen)


Zum Lesen dieses Dokumentes benötigen Sie den Adobe Acrobat Reader. Diese Software können Sie über den angeführten Link kostenlos auf Ihrem Computer installieren.


linkVertragszahnärzteverzeichnis (Abrechnungsübereinkommen) (51.2 KB)


linkVerzeichnis der Vertragskieferorthopäden (62.8 KB)


up

Was bezahlt die VGKK für eine Kieferregulierung?


Kieferregulierung für Kinder und Jugendliche („Gratiszahnspange“)

 

Seit 1. Juli 2015 werden die Kosten für die kieferorthopädische Behandlung von Kindern und Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres von der Kasse übernommen, wenn eine schwerwiegende Zahn- oder Kieferfehlstellung besteht.

 

Diese Behandlungsnotwendigkeit ist nach dem Index of Orthodontic Treatment Need (IOTN-Grad) bei einem Schweregrad 4 oder 5 gegeben. Die Feststellung welcher Grad der Fehlstellung vorliegt, ist von der Kieferorthopädin/dem Kieferorthopäden vorzunehmen.

 

Leistungen:

 

  • Feststellung, ob eine schwerwiegende Fehlstellung nach IOTN 4 oder 5 vorliegt
  • Frühkindliche, kieferorthopädische Behandlung ab dem 6. Lebensjahr
  • Festsitzende, kieferorthopädische Behandlung zwischen dem 12. und 18. Lebensjahr 

 

Die Leistungen werden bei Kieferorthopädinnen und Kieferorthopäden angeboten, die einen Vertrag mit der Kasse abgeschlossen haben. Eine Auflistung ist auf unserer Homepage unter linkVerzeichnis der Vertragskieferorthopäden (62.8 KB)  ersichtlich. Bei der Behandlung durch eine Vertragskieferorthopädin/einen Vertragskieferorthopäden ist keine Vorbewilligung der Kasse erforderlich.

 

Wird eine Wahlkieferorthopädin/ein Wahlkieferorthopäde in Anspruch genommen, ist unter Vorlage aller diagnostischen Unterlagen eine Vorbewilligung der Kasse erforderlich. Gegebenenfalls leistet die Kasse eine Kostenerstattung im Ausmaß von 80 % der vertraglich festgelegten Tarife.

   

Kieferregulierungen die nicht unter die „Gratiszahnspange“ fallen


Die VGKK erbringt Leistungen für Kieferregulierungen (kieferorthopädische Behandlungen) im Rahmen von Verträgen gemäß Anhang 1 zur Satzung sowie durch Zuschüsse nach Anhang 5 zur Satzung, sofern die jeweilige Behandlung mit geeigneten Mitteln erfolgt. Maßstab ist der jeweils aktuelle Stand der medizinischen Wissenschaft.


Bei Vertragsleistungen sind vom Versicherten (Angehörigen) folgende Zuzahlungen zu entrichten:

  • für vertraglich geregelte kieferorthopädische Behandlungen pro Behandlungsjahr 30 % der Kosten, höchstens 30 % des jeweiligen Tarifes
  • für Reparaturen an kieferorthopädischen Apparaten 25 % der Kosten, höchstens aber 25 % des jeweiligen Tarifes


Bei vertraglich nicht geregelten kieferorthopädischen Behandlungen leistet die VGKK einen Zuschuss:

  • pro Behandlungsjahr 70 % der Kosten, höchstens jedoch 70 % jenes Tarifes, der für vertraglich geregelte kieferorthopädische Behandlungen vorgesehen ist.


Kosten für kieferorthopädische Behandlungen übernimmt die VGKK nur nach vorheriger Genehmigung durch den Chefzahnarzt.

Tarif 2016
in €
Kassen-
anteil
Versicherten-
anteil
Kieferorthopädische
Behandlung pro Behandlungsjahr
868,00 607,60 260,40


Weitere Informationen sind der Satzung der Vorarlberger Gebietskrankenkasse (§ 32 Anhänge 1 und 5) zu entnehmen.


up

Was bezahlt die VGKK für Zahnersatz?

Der unentbehrliche Zahnersatz wird von der VGKK im Umfang der Anhänge 1 und 2 zur Satzung geleistet. Im Sinne der gesetzlichen Krankenversicherung ist als unentbehrlicher Zahnersatz grundsätzlich der abnehmbare Zahnersatz (Zahnprothesen) samt medizinisch notwendiger Halteelemente (Klammerzahnkrone) zu verstehen. 

Für festsitzenden Zahnersatz (Kronen, Brücken, gegossene Stiftaufbauten und Implantate) übernimmt die VGKK keine Kosten. Um ihren Versicherten Kronen und Brücken zu erschwinglichen Preisen zu ermöglichen, hat die VGKK eine "Kronenvereinbarung" mit den ZahnärztInnen des Vorarlberger Abrechnungsübereinkommens abgeschlossen. Die dieser Vereinbarung beigetretenen ÄrztInnen sind aus dem Vertragszahnärzte-Verzeichnis (mit K gekennzeichnet) ersichtlich.  

Die Zuzahlung des Versicherten (Angehörigen) zu den Kosten des unentbehrlichen Zahnersatzes beträgt für:

Kunststoffprothesen25 %
Metallgerüstprothesen40 %
Zähne zu den Metallgerüstprothesen25 %
Verblend-Metall-Keramikkronen an
Klammerzähnen bei Teilprothesen
40 %
Vollmetallkronen an Klammerzähnen
bei Teilprothesen
40 %
Reparatur von Zahnersatzstücken25 %

der mit den Zahnbehandlern jeweils vereinbarten Tarifsätze.

Zahnprothesen: Tarif 2016 in € Kassenanteil Versichertenanteil
Totale Kunststoffprothese als Dauerversorgung 840,00 630,00 210,00
Sonstige Kunststoffprothesen - nach Anzahl der ersetzten Zähne

von
bis

230,00
412,00

172,50
309,00
57,50
  103,00
Metallgerüstprothese - nach Anzahl der ersetzten Zähne

von
bis

886,00
1040,00
533,70
  649,20
352,30
390,80

Klammerkronen bei Teilprothesen: Tarif 2016 in € Kassenanteil Versichertenanteil
Verblend-Metall-Keramik-Krone 522,00 313,20 208,80
Vollmetallkrone 318,00 190,80 127,20


Hat die VGKK für ein Zahnersatzstück eine Leistung erbracht, wird eine Neuherstellung frühestens nach sechs Jahren geleistet, es sei denn, es wird infolge notwendig gewordener Extraktionen oder anderer Veränderungen im Mund eine vorzeitige Neuherstellung notwendig.

Für Reservestücke werden keine Kosten übernommen.

Für verlorene oder nicht durch normalen Gebrauch beschädigte Zahnersatzstücke leistet die VGKK vor Ablauf der vorgenannten Frist keinen Ersatz.

Weitere Informationen sind der Satzung der Vorarlberger Gebietskrankenkasse (§§ 31,34, Anhänge 1, 2, und 4) zu entnehmen.