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Reise-Tipps

Wer träumt nicht davon? Mauritius, 40 Grad im Schatten, Cocktail am Strand, frische Südfrüchte ... aber Vorsicht!


Reisen in fremde Länder, besondere klimatische Bedingungen sowie ungewohnte Speisen und Getränke stellen für den menschlichen Körper eine Belastung dar. Besonders der Organismus von Kindern, Schwangeren, älteren Menschen und chronisch Kranken wird dabei in hohem Maße beansprucht. Durch eine sorgfältige Reisevorbereitung und unter Berücksichtigung einiger Verhaltensregeln im Urlaubsland können Gesundheitsrisiken vermieden werden.

Reiseimpfungen 

Grundsätzlich gilt: Je ferner das Reiseziel und je individueller die Reise, desto intensiver müssen Gesundheitsvorkehrungen getroffen werden. Impfungen sind unverzichtbar und schützen den Reisenden vor Infektionen und Erkrankungen, die oft lebenslange Folgen haben können. Wichtig ist deshalb eine ärztliche Beratung mindestens vier Wochen vor Reiseantritt. Manche Impfungen können kombiniert werden oder auch gleichzeitig erfolgen. Bei anderen ist ein bestimmter Zeitabstand einzuhalten.

Krankheit Vorkommen
Hepatitis ASüdosteuropa, Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika
FSME (Zecken-Hirnhautentzündung)Österreich, Deutschland, ...
Gelbfiebertropisches Afrika, Südamerika
Tollwuttropisches Afrika, Indien, Sri Lanka, Thailand, Vietnam, Nepal, Bangladesh
TyphusNordafrika, indischer Subkontinent, Südostasien


Reiseimpfungen bei Kindern 

Für Kinder stellen Fernreisen, Zeitverschiebung, ungewohntes Essen und veränderte Tagesabläufe eine größere Umstellung dar als für Erwachsene. Ein altersentsprechender Schutz durch alle üblichen Schutzimpfungen wie Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hepatitis B, Masern, Mumps und Röteln ist sehr wichtig. Diese Erkrankungen treten in vielen Ländern häufiger auf als in Österreich.


Mindestalter für Reiseimpfungen

Impfung Mindestalter
Meningokokken-Meningitis (Serotyp C)/(Serotyp A, AC, ACWY)

2 Monate/
18 Monate

Gelbfieber6 Monate
FSME1 Jahr
Hepatitis A1 Jahr
Japanische Enzephalitis1 Jahr
Cholera2 Jahre
Typhus2 Jahre
Tollwutkeine Beschränkung

Reisedurchfall oder „Montezumas Rache“ 

Beinahe jeder zweite Urlauber wird während des Urlaubs Opfer von Reisedurchfall. Wer sich jedoch an die Weisheit: „Schäl es, koche es, grill es oder vergiss es“ hält, bleibt am ehesten verschont. Deshalb gilt: Wasser immer abkochen, Nahrungsmittel ausreichend erhitzen, Obst und Gemüse großzügig schälen oder darauf verzichten.

Tipps gegen Reisedurchfall

  • Kein Wasser aus der Wasserleitung, immer aus versiegelten Flaschen und keine Eiswürfel
  • Obst vor dem Verzehr großzügig schälen
  • Kein rohes Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte oder Gemüse
  • Keine Milch- und Tiefkühlprodukte, kein Sahneeis oder Mayonnaise
  • Vorsicht vor dem kalten Buffet im Hotel

Durchfallerkrankungen haben oft einen hohen Verlust an Flüssigkeit und lebenswichtigen Mineralstoffen zur Folge. Darum ist während und nach der Erkrankung auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (stilles Wasser, Kamillen- oder Fencheltee, eine kräftige Suppe, KEINE Cola!) zu achten. Für die Reiseapotheke empfehlen sich Elektrolytersatz-Präparate sowie Mittel gegen Übelkeit und Durchfall.


Reiseübelkeit

Bei kurvigem Auto- und Busfahren, bei Wellengang auf See und bei Luftturbulenzen im Flugzeug kann das menschliche Gehirn die Signale nicht richtig koordinieren und der Körper reagiert mit Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüchen und Kreislaufkollaps.


Tipps bei Reiseübelkeit

  • Blick stets nach vorne in Fahrtrichtung: Punkt fixieren oder Augen schließen
  • nicht Lesen während der Fahrt
  • während der Fahrt nur leichte Mahlzeiten zu sich nehmen
  • Kaugummi kann die Übelkeit hemmen

Bei starker Reiseübelkeit helfen etwa das Präparat aus Ingwerwurzel-Extrakt oder sonstige Medikamente aus der Apotheke. Das Medikament sollte ungefähr eine Stunde vor der Reise eingenommen werden und wirkt dann bis zu vier Stunden.


Malaria 

Malaria-Erreger werden durch Stechmücken (Anopheles-Mücken) übertragen, die nicht nur im tropischen und subtropischen Klima vorkommen, sondern weltweit auch in den arktischen Gebieten. Die Malariamücke hält sich bevorzugt in der Nähe von Sümpfen sowie stehenden Gewässern auf und sticht meist in der Dämmerung oder nachts.

Vorbeugung

  • Guter Mückenschutz durch körperbedeckende Kleidung, insektenabweisende Mittel, Fliegengitter vor den Fenstern, Moskitonetze
  • Während der Regenzeit Reisen in Risikogebiete meiden
  • Für Rucksacktouristen: Schlafplatz abseits von stehenden Gewässern


In einem sorgfältigen ärztlichen Beratungsgespräch ist zu entscheiden, ob eine medikamentöse Malariavorbeugung sinnvoll ist. Dies entscheiden Faktoren wie das Reiseziel, die Reisezeit und der Reisestil.


Jetlag

Bei Langstreckenflügen über die Längengrade kommt es zu einer Zeitverschiebung, die vom biologischen Rhythmus des Körpers abweicht. Durch den veränderten Schlaf- und Wachrhythmus entstehen beim Fluggast Beschwerden wie eine verminderte Reaktionsfähigkeit, Erschöpfungsgefühl und eine eingeschränkte Gedächtnis- bzw. Konzentrationsfähigkeit.

Tipps gegen Jetlag

  • Anpassung an die Ortszeit am Zielort
  • Viel Schlaf in der ersten Nacht
  • Leicht verdauliche, kohlehydratreiche Speisen fördern den Schlaf. Eiweißreiche Nahrung fördert hingegen den Wachzustand.

Die VGKK wünscht Ihnen eine gute Reise
und gesunde Wiederkehr!