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Vorsorge(Gesunden)untersuchung


Kalendereintrag Vorsorgeuntersuchung






Leistungen

Die Vorsorgeuntersuchung kann nur von Versicherten und deren Angehörigen,  ab dem vollendeten 18. Lebensjahr, einmal pro Jahr kostenlos in Anspruch genommen werden.

Personen ohne gesetzliche Krankenversicherung in Österreich, bei denen ein anderer Staat (nach der Verordnung 883/2004) für die Durchführung der Krankenversicherung zuständig ist, haben seit dem 01.01.2016 keinen Anspruch auf Durchführung einer Vorsorge(Gesunden)untersuchung auf Kosten der Vorarlberger Gebietskrankenkasse.

Ziele der Vorsorgeuntersuchung sind die Erhaltung der Gesundheit und insbesondere die Früherkennung von Volkskrankheiten wie Krebs, Diabetes, Herz- und Kreislauferkrankungen, Arteriosklerose und chronische Erkrankungen der Atmungsorgane.

Untersuchungsprogramm

  • Anamnese
  • Klinische Untersuchung
  • Blut- und Harnuntersuchung
  • Stuhluntersuchung ab dem 50. Lebensjahr
  • Mammografie für Frauen ab dem 40. Lebensjahr
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Koloskopie zur Darmkrebsvorsorge ab dem 50. Lebensjahr


Über die Früherkennung verbreiteter Zivilisationskrankheiten hinaus wird der Versicherte bei gesundheitsfördernden Veränderungen des Lebensstils in den Kernthemen Bewegung, Ernährung und Rauchen unterstützt.

Unter gewissen Rahmenbedingungen kann im Einzelfall auch der der Prostatakrebs-Früherkennung dienende PSA-Test Bestandteil der Vorsorgeuntersuchung werden.
Verstärktes Augenmerk auf die Früherkennung von Hör- und Sehschäden, woraus eine markante Senkung  des Unfallrisikos Betroffener erwartet wird.
Stärkeres Augenmerk auf Zahnentzündungen (Paradontalerkrankungen), die durch geeignete Vorbeugung wirksam verhindert werden können.
Generell wird die Beraterrolle der Ärzte verstärkt, die künftig noch mehr auf die Lebenssituation der Menschen eingehen werden.
Zur Teilnahmesteigerung sollen künftig auch "Vorsorgemuffel" eingeladen und an bisherige TeilnehmerInnen "Erinnerungseinladungen" versandt werden. Bundesweit nehmen rund 12 Prozent der Anspruchsberechtigten ihr Recht auf eine Vorsorgeuntersuchung wahr, im Ländle sind es 18 Prozent.
Darmkrebsvorsorge seit Jänner 2007

VGKK, Land und Ärztekammer einigten sich zu einem gemeinsamen Schritt in Richtung Darmkrebsvorsorge. Für die Zielgruppe der Über-Fünfzigjährigen zählt nun die ambulante Koloskopie (Dickdarmspiegelung) zum - für den Patienten kostenlosen - Vorsorgeuntersuchungs-Programm.

Mittels der beiden effizienten Früherkennungsmethoden Hämocult-Test (Analyse des Stuhls auf Blut) und Koloskopie (Darmuntersuchung mittels eines kleinfingerdicken biegsamen Endoskops) kann der Darmkrebs schon im Entstehungsstadium entdeckt werden. Die Heilungschancen bei frühzeitiger Erkennung liegen bei fast 100 Prozent.

Nach Absolvierung der Basis-Vorsorgeuntersuchung (entweder beim praktischen Arzt oder beim Internisten) erfolgt die Durchführung durch den Internisten oder Chirurgen.

Durch die Untersuchung sollen auch allfällige Polypen - sie können Vorstufen des späteren Krebses sein - erfasst und bereits im Verlauf der Untersuchung abgetragen werden.

VGKK-Obmann Manfred Brunner zeigte sich zufrieden mit der erzielten Lösung: "Die systematische ambulante Vorsorgekoloskopie wirkt vorbeugend, senkt die Erkrankungshäufigkeit und damit auch die Kosten für das Gesundheitssystem, vor allem aber verhindert sie viel Leid."

Über eine Ländle-Initiative war die Vorsorgeuntersuchung 1974 bundesweit eingeführt worden. Für diese Vorbeugungsmaßnahme wendet die VGKK jährlich rund 3,7 Millionen Euro auf.